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Hoffnung auf neue Diabetes-Mittel

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Insulinproduktion wird durch das Hormon GLP-1 gesteuert

An neuen Behandlungsformen für Diabetes wird zur Zeit intensiv gearbeitet. Die "Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit" berichtet in der Ausgabe vom 1. Oktober 2003, welche Fortschritte speziell für die Therapie des Typ-2-Diabetes zu erwarten sind.

Auf ein völlig neuartiges Prinzip setzen Wissenschaftler wie Professor Dr. Burkhard Göke aus München: Neben Insulin steuert unter anderem auch das Hormon GLP-1 die Regulation des Blutzuckers. Es wird nach der Nahrungsaufnahme im Dünndarm gebildet und sorgt dafür, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin abgibt, um den Zucker aus der Nahrung in die Körperzellen zu lotsen. Bislang suchen die Forscher noch nach Substanzen, die den Abbau des kurzlebigen GLP-1 verlangsamen und damit dessen Wirkung verlängern, sowie nach Stoffen, die ähnlich wirken wie GLP-1, sich aber als Tablette verabreichen lassen - was mit GLP-1 selbst nicht möglich ist.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Weiterentwicklung bewährter Arzneimittel, zum Beispiel aus der Gruppe der Glitazone. Diese Substanzen machen die Körperzellen empfindlicher für Insulin und erleichtern damit die beim Typ-2-Diabetiker erschwerte Aufnahme von Zucker. Der neue Wirkstoff Tesaglitazar wirkt laut Privatdozent Dr. Stephan Matthaei, Tübingen, sieben- bis achtfach stärker als das bereits im Einsatz befindliche Rosiglitazon. In weiteren Studien prüfen Wissenschaftler nun, ob sich diese viel versprechenden Resultate auch beim Menschen ohne großes Nebenwirkungsrisiko erzielen lassen.

zuletzt bearbeitet: 26.09.2003 nach oben

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