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Diabetes-Medikament aus Reptilienspeichel

Pressemitteilung: Wort und Bild - Gesundheit

Wirkstoff ist nur bei Bedarf aktiv

Im Speichel einer amerikanischen Echsenart haben Forscher eine Substanz entdeckt, aus der ein Medikament für Zuckerkranke entstehen soll. Das berichtet die Apothekenzeitschrift "Gesundheit".

Die Krustenechse "Gila-Monster" ist die einzige giftige Echse Nordamerikas. Doch nicht das Gift, mit dem sie ihre Beute tötet, sondern ein Bestandteil ihres Speichels, der Eiweißstoff Exendin-4, weckt Hoffnungen bei Entwicklern von Diabetes-Medikamenten.

Es senkt den Blutzucker, verzögert die Magenentleerung und hemmt den Appetit - ein erwünschter Nebeneffekt bei der Therapie der meist übergewichtigen Typ-2-Diabetiker.

Auch scheint der Wirkstoff den Krankheitsverlauf zu verzögern: Der aus Exendin-4 entwickelte synthetische Wirkstoff Exenatide erhöht die Zahl der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Insulin ist das zentrale Hormon des Körpers für den Zuckerstoffwechsel.

Weiterer Clou: Exenatide wirkt nur, wenn es gebraucht wird - wenn der Blutzuckerspiegel also tatsächlich erhöht ist. Das Mittel wird zurzeit in klinischen Studien erprobt.

Das Apothekenmagazin "Gesundheit" 8/2003 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

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zuletzt bearbeitet: 10.08.2003 nach oben

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