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Nicht in den Oberarm

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite

Diabetiker spritzen oft an der falschen Stelle

Diabetiker sollten das lebensnotwendige Insulin nicht in den Oberarm spritzen. Das berichtet die Apothekenzeitschrift "Diabetiker-Ratgeber". Der Grund: Im Oberarm sei das Unterhaut-Fettgewebe besonders dünn und damit die Gefahr einer Injektion in die Muskulatur besonders groß. Die verordneten Insulinmengen seien aber darauf abgestimmt, dass der Körper sie aus dem weniger stark durchbluteten Fettgewebe aufnehme.

Wer dennoch in den Oberarm spritzen will, sollte nach Empfehlung des Blattes sehr kurze Kanülen verwenden und nicht senkrecht, sondern schräg in eine extra gebildete Hautfalte einstechen.

Einen Tipp für Patienten, die Angst vor Spritzen haben, liefert die "Apotheken Umschau": Wegschauen, wenn die Nadel in die Haut gestochen wird, sei in diesem Fall die beste Lösung. Was viele bei Injektionen ohnehin schon tun, wurde jetzt auch aus wissenschaftlicher Sicht für ratsam erklärt.

Für die Arbeit an einer Studie stach die englische Neurologin Marisa Taylor-Clarke vom University College in London ihre Patienten zweimal in den Arm. Bei einem Stich mussten die Probanden zuschauen, beim anderen durften sie wegsehen. Unterschiede wurden durch Messungen am zentralen Nervensystem dokumentiert. Das Ergebnis: Die Nerven und damit das Schmerzempfinden waren wesentlich aktiver, wenn die Testpersonen der Gefahr ins Auge sahen.

Autor: tj ; zuletzt bearbeitet: 03.01.2003 nach oben

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