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Die ersten DMPs in Baden-Württemberg

Caspers-Merk begrüßt Einigung zu Chroniker-Programmen für Diabetiker in Baden-Württemberg

Die ersten Chroniker-Programme für Diabetikerinnen und Diabetiker wird es künftig in Baden-Württemberg geben. Darauf haben sich die vier Kassenärztlichen Vereinigungen des Landes und die AOK Baden-Württemberg verständigt.

"Wir freuen uns, dass sich alle vier Kassenärztlichen Vereinigungen einen Ruck gegeben haben und der Durchbruch für diese Programme geschafft ist. Jetzt können Chroniker-Programme für Diabetes mellitus Typb 2 auf den Weg gebracht werden. Chroniker-Programme (sogenannte Disease-Management-Programme) verbessern die Versorgung chronisch Kranker. Die positiven Wirkungen der Programme können so in kurzer Zeit einer großen Zahl von chronisch Kranken zu Gute kommen", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk.

In Deutschland gibt es ca. 6 Mio. Diabetikerinnen und Diabetiker. Häufige Folgeerkrankungen sind z. B. Erblindungen. Pro Jahr erblinden ca. 6.000 Diabetiker, bei 28.000 werden Amputationen vorgenommen, 27.000 erleiden einen Herzinfarkt und 44.000 einen Schlaganfall.

Durch Chroniker-Programme für Diabetikerinnen und Diabetiker können Folgeerkrankungen an Nieren, Augen, Nerven und Gefäßen früher erkannt und behandelt werden. Davon profitieren die Patienten, zugleich spart die Solidargemeinschaft Kosten.

Die standardisierten Kosten solcher Behandlungsprogramme werden aus dem Risikostrukturausgleich getragen. Die hierzu erforderlichen Daten, die bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 Patienten an die Krankenkassen zu übermitteln sind, werden auf die für die Durchführung des Programms unbedingt erforderlichen Daten reduziert. Unser Ministerium wird die Risikostrukturausgleichsverordnung entsprechend ändern.

"Jetzt ist es Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen dafür zu werben, dass Ärzte und Patienten bei Chroniker-Programmen mitmachen", so Frau Caspers-Merk.

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zuletzt bearbeitet: 19.12.2002 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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