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Künstliche Bauspeicheldrüse im klinischen Test

Pressemitteilung: pressetext.austria

12 österreichische Diabetiker werden im Juni Gerät testen

London (pte, 14. Mai 02/17:38) - Ein Prototyp einer künstlichen Bauchspeicheldrüse für Diabetiker des Typ-1 geht jetzt in die ersten klinischen Tests, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Das neue Equipment soll in Zukunft das tägliche Insulin-Spritzen und die Glukosetests überflüssig machen. Außerdem könne das neue Gerät auch lebensbedrohliche Unregelmäßigkeiten im Blutzuckerspiegel verhindern, sagen die Hersteller.

Die künstliche Bauchspeicheldrüse besteht aus einem Kreditkarten großen Glukose-Sensor, einem kleinen Computer, der genau berechnet, wie viel Insulin der Patient benötigt, und einer kleinen Insulinpumpe. Der Sensor und die flache Pumpe werden direkt am Körper getragen und sind mit Kathetern, die die Haut durchdringen, verbunden. Der Sensor und die Pumpe kommunizieren mit dem Computer mit einer Funkfernsteuerung. Eine Verkabelung ist daher nicht notwendig.

"Eine bessere Zuckerkontrolle würde weniger Hypoglykämie und Hyperglykämie bedeuten", so Roman Hovorka von der City University of London, der mit der Konzeption des Projekts betraut ist. "Die künstliche Bauchspeicheldrüse ist ein fundamentaler Nutzen, mehr als nur ein Komfort für den Patienten", so der Forscher. Das neue Gerät sei noch nicht die endgültige Lösung des Problems, so der Mediziner. Aber die künstliche Bauchspeicheldrüse gehe in die richtige Richtung. Nun wird das Gerät an 20 Patienten für rund 16 Stunden täglich getestet. Auch 12 österreichische Diabetiker werden im Juni an den Tests teilnehmen, bei denen das Gerät 24 Stunden lang arbeiten soll.

Hovorka betonte, dass die Herstellung der künstlichen Bauspeicheldrüse deshalb nicht einfach war, weil die Wechselwirkung zwischen dem Glukosegehalt und dem Insulin sehr komplex sei. Wenn die Versuche positiv verlaufen, könnte das System in drei bis fünf Jahren marktreif sein. Lediglich der Sensor sei täglich zu wechseln, die Pumpe sei alle drei Tage auszutauschen, so der Forscher.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von pressetext.deutschland.

zuletzt bearbeitet: 15.05.2002 nach oben

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