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AOK diskutiert mit Hausärzten über Disease-Management

Pressemitteilung: AOK-Bundesverband

AOK-Bundesverband und Berufsverband der Allgemeinärzte Deutschlands für hausarztzentrierte Disease-Management-Programme

Rolf Hoberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, hat sich dafür ausgesprochen, die Versorgung von chronisch Kranken durch Disease-Management-Programme vorrangig über den Hauarzt zu organisieren. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung von AOK-Bundesverband und Berufsverband der Allgemeinärzte (BDA) betonte er, dass gemeinsam mit den Hausärzten und Fachärzten entscheidende Verbesserungen bei der Behandlung von chronisch Kranken erreicht werden könnten.

"Da die meisten AOK-Versicherten bei gesundheitlichen Fragen zunächst zu ihrem Hausarzt gehen, ist die Einbeziehung von Hausärzten in die Disease-Management-Programme besonders wichtig", so Hoberg. Mit einem Hausarzt als Lotsen, der durch die Behandlungsabläufe führe, und mit weiter verbesserten Qualitätsstandards könne mehr Lebensqualität für die chronisch Kranken erreicht werden.

Wesentlicher Baustein für eine qualitätsgesicherte Behandlung sei die evidenz-basierte Medizin, erklärte Prof. Dr. Peter Sawicki aus Köln. In der Praxis müsse der Arzt medizinische Informationen dementsprechend überprüfen, ob sie gültig, wichtig und auf den einzelnen Patienten anwendbar seien. Dass die Hausarztpraxis ein wichtiger Ort für die Disease-Management-Programme ist, bekräftigte Prof. Dr. Joachim Szecsenyi von der Universität Heidelberg. Seinen Untersuchungen zufolge, suchen etwa 90 Prozent der älteren und chronisch Kranken innerhalb eines Jahres eine Hausarztpraxis auf.

Ulrich Weigelt, stellvertretender Bundesvorsitzender des BDA, erklärte auf der Veranstaltung, die Etablierung von Disease-Management-Programmen sei eine Chance für die zukünftige Entwicklung des deutschen Gesundheitswesens. Der BDA sei bereit, sich mit hohem Engagement auch gegen Widerstände in diese Programme einzubringen. Dr. Wolfgang Aubke, stellvertretender Vorstandvorsitzender der KV Westfalen-Lippe, gab zu Bedenken, dass eine erfolgreiche Einführung der Disease-Management-Programme die Akzeptanz und die Motivation nicht nur die Hausärzte, sondern aller Beteiligten voraussetze.

zuletzt bearbeitet: 25.10.2001 nach oben

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