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Herzzellen und Insulin aus Embryonen

MORGENWELT

Aus embryonalen Stammzellen wird Insulin-produzierendes Gewebe

Aus Stammzellen menschlicher Embryonen können Insulin und Herzzellen gewonnen werden. Entsprechende Versuche haben zwei israelische Forschergruppen erfolgreich durchgeführt.

Der ersten Gruppe ist es offenbar gelungen, die embryonalen Stammzellen zu Insulin-produzierendem Gewebe zu entwickeln. Dadurch könnten eines Tages Patienten mit Diabetes vom Typ 1 geheilt werden, hoffen die Forscher um Karl Skorecki vom Technion-Israel Institute of Technology. Die Diabetes Typ 1 kann bisher nur durch den Austausch der Bauchspeicheldrüse behoben werden.

Die zweite Forscher-Gruppe berichtet, sie habe die embryonalen Stammzellen zur Bildung von Vorläufer-Herzzellen angeregt. Diese Zellen könnten krankes oder verletztes Herzgewebe ersetzen. Ähnliche Fähigkeiten werden auch den erwachsenen Stammzellen aus dem Knochenmark zugeschrieben. Nach Meinung von Lior Gepstein und Joseph Itskovitz-Eldor vom Rambam Medical Center besitzen embryonale Stammzellen aber ein höheres Potential.

Die Wissenschaftler hatten eine größere undifferenzierte Zellgruppe in Nährlösung heranwachsen lassen. Nach einem Frühstadium der Spezialisierung waren bei einigen der Zellen spontane Kontraktionen zu sehen. Dieses Verhalten hatte man bereits an entstehenden Herzen von Embryonen beobachten können. Die Forscher isolierten deshalb die entsprechenden Zellen und ließen sie zu Vorläufern der Herzzellen weiterwachsen.

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zuletzt bearbeitet: 01.08.2001 nach oben

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