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Alarmierende Zahlen - Experten fordern verstärkte Aufklärung über Diabetes

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite

Auch über Folgeerkrankungen wissen Ärzte und Patienten zu wenig

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat eine verstärkte Aufklärung über Diabetes mellitus gefordert. Auf ihrer Jahrestagung in Magdeburg stellten die Experten neue alarmierende Zahlen vor: Danach zählt der Diabetes mit acht Millionen Patienten bundesweit zu den häufigsten und Besorgnis erregendsten Volkskrankheiten überhaupt. Bei 300.000 Betroffenen bestehe ein sogenannter jugendlicher Typ-1-Diabetes, der grundsätzlich mit Insulin behandelt werden müsse. Der sogenannte Alters- oder Typ-2-Diabetes trete mit über sieben Millionen erfassten Patienten weitaus häufiger auf und könne oftmals mit Tabletten oder Diätprogrammen bekämpft werden.

Vorrangiges Ziel ist nach Meinung der Fachleute, sowohl Ärzte als auch Patienten umfassender als bisher über den Diabetes und seine möglichen Folgeerkrankungen zu informieren. Denn noch immer sei die Versorgung der Betroffenen unzureichend, die Lebenserwartung der Diabetiker mithin noch immer deutlich eingeschränkt.

Besonderes Augenmerk legt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie auf typische Folgeerkrankungen, wie das diabetische Fußsyndrom. Diabetiker nähmen oftmals Schmerzen und Verletzungen an den Füßen nicht wahr. Das führe zu schlecht heilenden Geschwüren und Gewebeinfektionen und ende oft mit Amputationen. Allein in diesem Jahr werde es etwa 28.000 weitgehend vermeidbare Amputationen bei Diabetikern geben, so die Prognose der Experten. Eine Ursache sei die fehlende flächendeckende Versorgung der Diabetiker durch entsprechend geschulte Mediziner.

Autor: tj ; zuletzt bearbeitet: 14.03.2001 nach oben

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