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Insulin aus Darmzellen

MORGENWELT

K-Zellen könnten bei Diabetikern die Insulin-Produktion übernehmen

Gentechniker aus Kanada wollen die Insulinspritze für Diabetiker überflüssig machen. Sie glauben, spezielle Darmbakterien zur Insulin-Produktion anregen zu können. Zumindest in Versuchen an Mäusen ist ihnen das bereits gelungen. Dazu schleusten die Forscher Gene, die für die Insulin-Produktion verantwortlich sind, in sogenannte K-Zellen im Darm ein.

Die K-Zellen messen normalerweise den Blutzuckerspiegel im Darm. Steigt dieser Spiegel nach Mahlzeiten an, so informieren die K-Zellen die Bauchspeicheldrüse. Nur dort produziert der Körper das Insulin, das er zum Regulieren des Kohlenhydrat-Stoffwechsels benötigt.

Bei Zuckerkranken, deren Insulin-Produktion gestört ist, wollen die Forscher diese Funktion von der Bauchspeicheldrüse auf die K-Zellen verlegen. Ob die Erfolge bei Mäusen auf den Menschen übertragbar sind, ist aber noch ungewiss.

Quelle: Forschung: Anthony Cheung, Bama Dayanandan, University of Alberta, Edmonton, in Science Vol. 290 No. 5498, pp 19.

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zuletzt bearbeitet: 08.12.2000 nach oben

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