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Weltdiabetestag am 14. November 2000

Schmerzfreie und kontinuierliche Blutzuckermessung gehört zur Lebensqualität des Diabetikers

Die Insulintherapie des Diabetes mellitus hat sich in den letzten Jahren dank der Entwicklung neuer Insuline (Insulinanaloga) dramatisch verbessert. "Die Stoffwechselkontrolle, eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Blutzuckereinstellung, hinkt jedoch den Fortschritten der Insulintherapie hinterher." Dies kritisiert Prof. Dr. Dr. Wolfgang Barnikol, Mitbegründer der Privat-Universität Witten-Herdecke und Vorstandsvorsitzender der GlukoMediTech AG, anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November 2000.

Der Weltdiabetestag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Diabetes und Lebensqualität im neuen Millennium". "Zur Lebensqualität des Diabetikers gehört nicht nur eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung, mit der frühzeitig Folgeschäden wie Gefäß- und Nervenerkrankungen vermieden werden, sondern auch eine möglichst unbeeinträchtigte Gestaltung des Alltags, ähnlich der des Stoffwechselgesunden", fordert Barnikol. Hierzu gehöre auch die Entwicklung eines unblutigen und schmerzfreien Verfahrens, den Zuckerstoffwechsel mehrmals am Tag sicher und zuverlässig kontrollieren zu können.

Weltweit werde derzeit an verschiedenen Ansätzen einer patientenfreundlichen Glukosemessung geforscht. Barnikol berichtet von seinem eigenen Ansatz der Entwicklung eines implantierbaren Glukosesensors, der eine kontinuierliche Glukosebestimmung rund um die Uhr erlauben wird und in Kombination mit einer Insulinpumpe eine künstliche Betazelle darstellen würde.

Auf dem Weg dahin werde zunächst ein insertierbarer Glukosesensor entwickelt, der ebenfalls kontinuierlich die Glukose messen kann. Dieser Zwischenschritt beschleunige das Entwicklungsverfahren, so dass mit einer Fertigstellung eines voll implantierbaren Glukosesensors in kürzerer Zeit als ursprünglich erwartet zu rechnen sei. Barnikol spricht von einem Zeitfenster von etwa drei bis vier Jahren.

zuletzt bearbeitet: 13.11.2000 nach oben

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