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Das nadelfreie Injektionssystem INJEX™

Pressemitteilung: RÖSCH AG Medizintechnik

Spritzen ohne Kanüle

Das nadelfreie Injektionssystem INJEX™ wurde im vergangenen Jahr von der RÖSCH AG Medizintechnik, Berlin, zur Marktreife entwickelt. Es ist in der Europäischen Union seit September 1999 für die subkutane Gabe von Arzneimitteln CE-zertifiziert (CE 0482) und hat in den USA die FDA-Zulassung erhalten.

Da das Prinzip der nadelfreien Injektion darauf beruht, dass ein flüssiges Arzneimittel unter hohem Druck durch die Haut in das subkutane Fettgewebe eindringt, ist in zahlreichen Veröffentlichungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten die Vermutung geäußert worden, dass die neue Injektionsmethode zu einer mechanischen Zerstörung der verabreichten Medikamente führen könnte. Diese Besorgnis bezog sich besonders auf Insulin.

Neue Ergebnisse einer kürzlich vorgestellten kontrollierten in vitro Studie mit dem INJEX-System zeigten eine vollständig Erhaltung der molekularen Identität und Immunreaktivität von Insulin nach der Injektion (Equidyne Systems, Inc., Technical Report TR-105, 7. April 2000). Die Untersuchung umfasste zum ersten Male die weltweit gebräuchlichsten Präparate einschließlich der Alt- und Basalinsuline, der in kristalliner oder Zinksuspension vorliegenden Verzögerungsinsuline und der rasch wirksamen Insulinanaloga.

Der Beginn weiterer klinischer Prüfungen zur Sicherheit und Erträglichkeit des INJEX-Systems im Bereich Diabetes ist mit namhaften deutschen Universitäten noch für diesen Monat vereinbart.

Arzneimittel wie z. B. Interferon Alpha zeigten in ähnlichen Untersuchungen am Fraunhofer Institut, Hannover, keine Beeinträchtigung ihrer Bioaktivität und molekularen Struktur nach Verabreichung mit dem INJEX-System. Erste Ergebnisse laufender Studien zur Pharmakokinetik deuten auf weitere signifikante klinische Vorteile hin.

Zur Veröffentlichung anstehende Resultate einer in Zusammenarbeit mit der Berliner Bioport GmbH durchgeführten ex vivo Untersuchungsreihe an Säugern dokumentieren die Gewebeverträglichkeit und streng subkutane Eindringtiefe der nadellosen Injektion mit INJEX. Sie bestätigen damit sporadische Erkenntnisse aus früheren präklinischen Arbeiten, dass der Arzneimittelstrahl den Weg des geringsten Widerstandes wählt und daher weder Blutgefäße, Nervenfasern noch Knochensubstanz penetriert.

Als mittelständisches, innovatives Medizintechnik-Unternehmen forscht und produziert die Rösch AG Medizintechnik in Deutschland. Das Unternehmen ist seit Februar 2000 am Neuen Markt gelistet.

zuletzt bearbeitet: 18.04.2000 nach oben

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